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BGH – Urteil: Auch bei Schimmelpilz muss die Miete gezahlt werden

6. Juli 2015
Admin02

Bei Schimmelpilzbefall in der Wohnung darf der Mieter Miete einbehalten. Allerdings nicht so viel, dass er über einen unbefristeten Zeitraum nichts mehr zahlt. So der Entscheid des Bundesgerichtshofs vor kurzem. (Az.: VIII ZR 19/14)

Im hier bearbeiteten Fall zahlte ein Mieter von März 2009 – Oktober 2012 keine oder nur wenig Miete. Grund dafür war Schimmel in seiner Wohnung.

So minderte er die Miete um 20% und behielt weitere 80% ein um seinem Vermieter Druck zu machen. Der BGH entschied aber, dass Miete nicht vollständig und vor allem auch nicht endlos zurückgehalten werden darf.

Der Mieter darf zwar die Miete mindern und auch ein Zurückbehaltungsrecht geltend machen, aber nur, solange es seinen Zweck erfüllt und den Vermieter auch wirklich unter Druck setzt. Das Gericht nannte keinen zeitlichen Rahmen und auch keine Höhe.

Somit ist klar, der Mieter darf bei einem Mangel die Miete mindern und auch einbehalten. Die einbehaltene Miete aber, muss nach Beseitigung des Mangels durch den Vermieter an selbigen zurückgezahlt werden.

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