Erfahrungen & Bewertungen zu REAL HOUSE Immobilien e.K.

Vererben von Immobilien

21. August 2015
Admin02

Die die zum Erben genannt wurden und die geerbte Immobilie selbst nutzten möchten, zahlen meistens keine Erbschaftsteuer. Doch ist es in manchen Fällen nicht so einfach.

Die Erbschaft von Wohnimmobilien sogenannte Familienheime innerhalb des engsten Familienkreises ist prinzipiell erbschaftsteuerfrei. Die vom Finanzamt festgelegte und erforderliche Selbstnutzung des geerbten Immobilie, führt daher meistens zu Streit vor Gericht mit dem Erben.

Die Schenkung zu Lebzeiten eines selbstgenutzten Wohnimmobilie zwischen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern ist in der Regel begünstigt. Anders ist es aber bei Lebzeiten die Übertragung an Kinder. Übersteigt der Wert der Immobilie den persönlichen Freibetrag von 400.000 Euro, würde in diesem Fall Schenkungsteuer anfallen.

Hier müsste man alle Erwerbe innerhalb von zehn Jahren zusammenzurechnen. Im Erbfall ist der Erwerb durch den Ehegatten und durch Kinder begünstigt (soweit die Wohnfläche 200 Quadratmeter nicht übersteigt).

Wenn die Mutter noch lebt

In beiden Fällen setzt das aber eine unverzügliche Selbstnutzung durch den Erben voraus: Das erworbene Haus oder die Wohnung muss zu eigenen Wohnzwecken des Erben genutzt werden und den familiären Mittelpunkt bilden. Und zwar für zehn Jahre, sonst fällt rückwirkend Erbschaftsteuer an.

Dass das erbende Kinder vor Herausforderungen stellen kann, zeigt ein aktuelles Urteil: Die klagende Tochter erbte vom Vater dessen hälftigen Miteigentumsanteil an der elterlichen Wohnung und überließ diesen unentgeltlich der Mutter zur Nutzung. Die Tochter selbst nutzte die Wohnung gelegentlich zur Betreuung ihrer Mutter.

Nach Auffassung der Richter stellt aber weder die gelegentliche Nutzung noch die mietfreie Überlassung der Wohnung an die Mutter eine hinreichende Selbstnutzung der Tochter dar (Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 24. März 2015, 1 K 118/15). Daran änderte auch der Erwerb nur des 50-prozentigen Miteigentumsanteils nichts. Das letzte Wort hat nun der Bundesfinanzhof (BFH).

Bei vergleichbaren Fällen sollte unter Hinweis auf das anhängige BFH-Verfahren (Aktenzeichen II R 32/15) Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden. Besser ist es häufig, eine steuerfreie Zuwendung an den Ehegatten bereits zu Lebzeiten zu prüfen und diese mit passenden Widerrufsrechten zu versehen.

Realhouse Immobilienmakler Köln

Sie möchten Ihre Immobilie zum Top-Preis verkaufen? Nutzen Sie unser kostenloses 60 Sekunden Bewertungstool.

Zur kostenlosen Wertermittlung